Linsen keimen

Rohe Linsen sind unverdaulich, aber gekeimt sind sie ein Genuss. Besonders geeignet sind hierfür die kleineren Linsensorten (z.B. Berg-, Chateau- oder Puy-Linsen), nicht aber die geschälten roten oder gelben Linsen.  Eine Tasse Linsen ergibt etwa 200 bis 300 g. Da gekeimte Linsen noch Lektine enthalten, sollten Sie nicht roh gegessen, sondern kurz blanchiert werden.

Linsen in der Keimbox

Die Linsen werden zunächst 12 Stunden in lauwarmem Wasser vorgequollen, dann abgespült und in ein Keimgefäß gefüllt. Wenn Sie keine Keimfrischbox besitzen, füllen Sie die gespülten Linsen in ein Einmachglas. Dieses wird mit Kunststoffgaze oder Mull und einem Gummiring verschlossen und mit der abgedeckten Öffnung nach unten schräg gestellt (z.B. auf eine kleine Leiste), sodass sich keine Staunässe bildet. Morgens und abends die Linsen mit klarem Wasser spülen und abgießen.

Geschmack gekeimter Linsen

Nach 3 Tagen sind die Keime etwa 2 cm lang und haben einen leicht süßlichen, nussigen Geschmack, der etwas an Erbsen erinnert.  Die Keimlinge ändern mit der Keimdauer ihr Aroma; probieren Sie, welche Richtung Ihnen am meisten zusagt. Die Keimlinge werden blanchiert weiter verwendet.

Nährwert gekeimter Linsen

Durch das Keimen steigt der Nährwert der Linsen: Gekeimte Linsen enthalten noch mehr Eiweiß, Ballaststoffe und Vitamine als getrocknete Linsen und die Mineralstoffe können vom Körper wesentlich besser aufgenommen werden. Die biologische Wertigkeit des Proteins ist im Vergleich zu ungekeimten Hülsenfrüchten ebenfalls höher. Gekeimte Linsen sind besonders köstlich in Salaten oder Bratlingen, aber auch als kurz angedünstetes Gemüse. Probieren Sie doch mal den Salat mit gekeimten Linsen!